CBD: Nebenwirkungen?

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Cannabidiol (CBD) ist eine natürlich in der Hanfpflanze vorkommende Substanz, einer seit Jahrtausenden für ihre zahlreichen Vorteile bekannten Nutzpflanze die es kürzlich auch wieder in „vogue“ geschafft hat. Heute werden die vielen möglichen Vorteile des CBD untersucht, getestet und bestätigt, und zwar weltweit.


feel. hesitant
der hanf

Mehr und mehr sieht man Menschen bei der Einnahme von CBD, sei es beim Sport oder im Büro – da es keinerlei psychoaktive Wirkung hervorruft, profitiert man sozusagen von der vorteilhaften Wirkung des Hanfs und behält dabei einen klaren, kühlen Kopf. Manche behaupten sogar, dass dem Konsum von Hanf in seinen vielerleien Formen keine Nebenwirkungen zuwiesen werden können.

Naja, das muss aber auch nicht unbedingt stimmen… alles kann Nebenwirkungen hervorrufen; worauf es zumeist ankommt ist die Kombination ausgewählter Lebensmittel, Getränke oder natürliche Medikamente, die in ihrer Gesamtheit negative Konsequenzen beim Individuum hervorrufen können. Also, wie sieht das bei CBD aus?

Was bedeutet "Nebenwirkung"?

Kurz gesagt, stellen Nebenwirkungen ungewünschte Konsequenzen der Einnahme/Anwendung verschiedener Mittel. Sei es für erhöhten Blutdruck oder für die Darmflora, sobald man zu externen Substanzen greift, finden Änderungen im Körper (automatisch) statt.

Allerdings, aufgrund der Komplexität des menschlichen Körpers, fällt es der Medizin und Wissenschaft schwer, ausschließlich gezielte Änderungen im Menschen umzusetzen: die aus diesem Prozess über die gewünschten Änderungen resultierende Vorgänge bezeichnet man als Nebenwirkungen. Beispielsweise könntest Du eine Schlaftablette an schwierigen Nächten einnehmen und letztendlich gut durchschlafen; unerwünschte Konsequenzen? Müdigkeit am nächsten Tag und trockener Mund. 

Jetzt wo das klar ist, lass uns mal einen kurzen Blick auf CBD und seine möglichen Interaktionen werfen:

CBD und die Gefäßentspannung

CBD wird aus den verschiedensten Gründen eingenommen – es wurde kürzlich herausgefunden, dass CBD bei der Gefäßentspannung des vaskulären Systems eine wichtige Rolle spielt, wobei es dadurch eine Reduzierung des Bluthochdrucks bewirken kann [Jadoon et al] Auf der einen Seite kann dieser Effekt sehr vorteilhaft sein, falls Du an Bluthochdruck leiden solltest.

Auf der anderen Seite tritt dieser Effekt auch bei „normalem“ Blutdruck ein, was eventuell zu einem unerwünschten Blutdruckabfall führen könnte wenn Du regelmäßig CBD zu Dir nimmst. Dies ist nicht gefährlich, aber sollte natürlich immer im Auge bei der Langzeit-Einnahme von CBD behalten werden.

CBD und Medikamente

Eine kurze Übersicht in Bezug auf die CBD Aufnahme im Körper: sobald CBD den Körper betritt, wird es zur Leber weitertransportiert, wo es durch das komplexe Enzym CYP450 verarbeitet wird. Dieses Enzym spielt eine wesentliche Rolle bei der Verarbeitung fast aller eingenommenen Substanzen und ist somit extrem wichtig für Dein Wohlbefinden. Kuriorerweise kann dieses Enzym in seiner Funktion durch unerwartete Einflüsse aus dem Gleichgewicht geraten – so sind sich bereits viele bewusst, dass Grapefruit bei konstanter Einnahme von Medikamenten nicht verzehrt werden sollte, da es dem Enzym CYP450 ähnliche Strukturen enthält – diese können den Körper gelegentlich tricksen und dazu bringen, die Produktion von CYP450 einzustellen.

Sollte man nicht über genügend CYP450 verfügen, so können eingenommene Medikamente teilweise nicht verarbeitet werden – dies führt unter Umständen zu einer Kompensationsdosis aufgrund der fehlenden Wirkung. Schon hat man dadurch eine Überdosierung, welche selbstverständlich mit erheblichen Komplikationen verbunden sind. Derselbe Effekt triff auch bei der Einnahme von CBD ein, wobei der Körper CBD mit CYP450 verwechselt und dadurch aus dem Gleichgewicht geraten kann. Allerdings fanden viele Studien, insbesondere die von Bailey et al., dass der „CBD-CYP450“ Effekt nicht mal annähernd mit dem von Grapefruit ausfällt. Bedeutet konkret: das obige Szenario ist ausschließlich denkbar, wenn Du Unmengen an CBD zu Dir nimmst, bei einem gleichzeitigen, bedeutenden Medikationsplan (wir verweisen stets auf unseren Haftungsausschluss - die hier beschriebenen Inhalte ersetzen keinen Arztbesuch oder die Konsultation eines Apothekers)

CBD und - zzzzzz - Schlaf

CBD, so wie THC, wird von vielen Menschen als natürliche Ergänzung bei Schlaflosigkeit und Angstzuständen eingenommen. Die vermutliche Wirkung bei diesen Zuständen beruht auf der Interaktion zwischen CBD und dem Hormonhaushalt auf Hirnebene. Sobald der CB1 Rezeptor anvisiert wird, schüttelt er Melatonin aus, das sogenannnte „Schlafhormon“.

Dadurch ergibt sich die logische Annahme, dass man sich nach der Einnahme von CBD unmittelbar schläfrig fühlen sollte – aber der Sachverhalt ist ein bisschen komplizierter als das. Eine wichtige Studie durch Rodriguez et al. fand, dass der Impakt von CBD auf Deine Schläfrichkeit vom Einnahmezeitpunkt erheblich abhing. Bei dem Experiment stellte sich heraus, dass man sich eigentlich wacher und fitter fühlte, wenn CBD bei einem typischem Wachsamkeitszeitpunkt, wie z.B. während körperlicher Aktivitäten, eingenommen wurde. Doch sollte man CBD z.B. am Abend einnehmen, wenn der Körper für den Tag „runterfährt“, so wurde die gegenteilige Wirkung festgestellt: man fühlte sich deutlich schneller in der Lage, ein- und durchzuschlafen.

Ein faszinierendes Ergebnis, das die unterschiedlichen Wirkungen von CBD in Abhängigkeit vom Einnahmezeitpunkt stehen: sollte man es beispielsweise während des Tages zu sich nehmen, so fühlt man sich in der Regel „wacher“ und „aktiver„, und bei der Einnahme nachts tritt eine beruhigende, sedierende Wirkung ein. CBD hat eine ganzheitliche Wirkung und die Wissenschaft erforscht zur Zeit sein breitgefächertes Potenzial – am besten sollte man sich bei Fragen rund um die Einnahme an Ärzte und/oder Apotheker wenden und einfach auf seinen Körper „hören„